Jetzt, wo die Karls den Katschhof in Aachen wieder verlassen haben, könnt Ihr Euch hier nochmal anschauen wie es wahr.
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Die Installation des Künstlers Ottmar Hörl hat ja ein kontroverses Echo ausgelöst, das bis heute noch nachhallt. Nach meinem Empfinden ist es aber genau das was erreicht werden sollte. Man redet darüber. Ob man sich darüber stritt, dass die kleinen Karls dem großen Karl gerecht werden, auch wenn es über 500 sind oder ob man hier von Kunst oder Kitsch reden soll, dass Thema war und ist in aller Munde. Meine Meinung; einen besseren Start in das Karlsjahr 2014 hätte es nicht geben können.

Nachdem ich den Rundgang am Sonntag morgen nach der Eröffnung fotografiert hatte, bin ich noch ein paar mal auf dem Katschhof gewesen und habe einfach nur dem Treiben dort zugeschaut. Es war eine ganz eigenartige Stimmung auf diesem sonst doch eher ruhigen Platz in unserer Stadt. Herscharen umrundeten die Installation und zückten dabei ihre Handys, Smartphones und Fotoapparate. Hobbyfotografen warteten geduldig mit Kamera und Stativ bis die Massen endlich den Blick aufs Motiv freigaben und zukünftige Karls-Besitzer ließen sich vom Profi mit ihrem Karl ablichten. Wer nicht fotografierte, der diskutierte. „Nein, dass sind doch keine richtigen Karls“, „Karl ist einmalig, mann kann Ihn nicht vervielfältigen“, „Tolle Installation und alles so symmetrisch“, „Das erinnert mich irgendwie an die Terracottaarmee in China“, dass sind nur ein paar Wortfetzen die an mein Ohr drangen.

Und jetzt, ist der Katschhof wieder ruhig und leer. Aber, wenn ich dann so durch die Stadt laufe, beim Nobis am Münsterplatz einen goldenen Karl entdecke, bei Weyers Katzer im Schaufenster einen Roten und im Foyer der Aachen-Münchener wieder einen Goldenen, dann – dann ist das innere Lächeln welches ich in den vergangenen Wochen verspürt habe, wieder da.